Nicht alltägliches Muttertagskonzert in Oberriexingen

Musik- und Gesangverein setzen mit Musical- und Operettenreigen ihre gute Zusammenarbeit fort

„Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.“ - Jenes Zitat von E.T.A. Hoffmann diente in diesem Jahr als Motto für das Muttertagskonzert, das der Musikverein Stadtkapelle Oberriexingen traditionell am 2. Samstag im Mai veranstaltet. Diesmal bestritt man den Abend allerdings nicht allein mit den einzelnen Orchestern, sondern gemeinsam mit dem Gesangverein Vulkania.

Das musikalische Frühlingshighlight in der entsprechend dekorierten Festhalle wurde vom Großen Orchester und der Jugendkapelle einerseits sowie dem Gemischten Chor andererseits präsentiert, wobei gleich drei Dirigenten im Wechsel den Takt angaben. Dieses „nicht alltäglichen Konzert“, wie es die beiden Vorsitzenden Holger Veit und Axel Hohn in ihrer Begrüßung ausdrückten, sei für Oberriexingen ein schöner Beweis der guten Zusammenarbeit unter den Vereinen. Beide Vereine profitierten von der gemeinsamen Arbeit und setzten damit einen schönen Akzent im kulturellen Angebot der Stadt. Während man sich bei den vorangegangenen Gemeinschaftskonzerten in den Jubiläumsjahren 2001 und 2006 berühmten Opernchören gewidmet habe, habe man diesmal ein Programm aus Operette und Musical zusammengestellt.

So wartete dank mehrerer Gemeinschaftsproben in den vergangenen Wochen ein bunter Melodienstrauß in wechselnder Besetzung auf die Besucher. Zur Einstimmung spielte zunächst die Jugendkapelle unter Martin Heckmann auf. Dabei ließ der Nachwuchs souverän die flotten Stücke „Penguins on Parade“, „Paraphernalia Polka“ sowie den bekannten Pop-Hit „Bad, bad Leroy Brown“ aus den 70er Jahren erklingen und durfte erst nach einer Zugabe die Plätze räumen. Dem Einmarsch der rund 80 Mitwirkenden von Großem Orchester und Gemischtem Chor folgten sogleich zwei Monumentalwerke. Die Stadtkapelle spielte unter der Leitung von Sebastian Rathmann zunächst den 2. Satz aus „Tirol 1809“ von Sepp Tanzer, in der der Freiheitskampf der Tiroler am Berg Isel gegen die napoleonische Besatzung eindrucksvoll vertont ist. Bei der imposanten Filmmusik „1492- The Conquest of Paradise“ des griechischen Komponisten Vangelis stimmte dann auch der Chor der Vulkania mit ein und bot den Zuhörern zusammen mit dem Orchester unter der Leitung von Martin Falk ein weiteres eindrucksvolles Hörerlebnis. Wie eingangs verkündet, feiert der Gemischte Chor der Vulkania übrigens 2012 sein 35jähriges Bestehen. Mit schöner Dynamik ließen die Sängerinnen und Sänger sodann das bekannte Silcher-Lied „Alles, was Odem hat“ folgen, bevor es gemeinsam mit der Stadtkapelle und Paul Linckes „Berliner Luft“ in die Pause ging. Auch danach lief es Schlag auf Schlag weiter. Der charmanten „Juliska aus Budapest“ folgte der brasilianische Evergreen „Tico Tico“ mit einem Flötensolo von Susanne Schray, für das die langjährige Musikerin viel Applaus erhielt. Mit dem vierstimmigen Chorsatz „Musik, die beste Antwort“ bewies im Anschluss Chordirektor Martin Falk seine Qualitäten als Komponist und Texter. Einen weiteren Höhepunkt wurde den Zuhörern dann mit dem gemeinsam vorgetragenen Musical-Medley „Hair“ geboten. Die berühmten Stücken „Aquarius“, „Good Morning Starshine“, „Frank Mills“, „Hare Krishna“ oder „Let the sunshine in“ weckten im Publikum und bei den Akteuren so manche Erinnerung an die wilden Hippie-Zeiten der späten 60er Jahre. Schließlich erklangen als Einzelvorträge noch die bekannte Polka „Böhmischer Traum“ sowie die österreichische Ballade „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern, bevor alle zusammen mit dem flotten „Fliegermarsch“ einen gelungenen Schlusspunkt setzten.

Mit freundlicher Genemigung der VKZ

Konzertprogramm